BDSM

Allgemeine Bedeutung von BDSM

BDSM ist eine vielschichtige Abkürzung für alle sexuellen Neigungen, die mit Dominanz und spielerischer Bestrafung, mit Lustschmerz sowie Fesselspielen in Verbindung stehen. In erotischen Rollenspielen wählen Sadomasochisten für ihre gemeinsame "Session" freiwillig ein extremes Machtgefälle, das beiden einen Lustgewinn beschert. Was Subs und Tops alles miteinander erleben, dem sind eigentlich nur durch die gemeinsamen Spielregeln Grenzen gesetzt.

Die Bedeutung von Sadomaso

Sadomaso, oder auch Sadomaso (kurz: SM) geschrieben, ist ein Spiel mit gezielt ungleichen Machtverhältnissen. Dabei beinhaltet das Rollenspiel eine psychische und eine physische Seite, die die sexuelle Erregung erzeugt oder steigert.

Sadomaso setzt sich aus den Begriffen Sadismus und Masochismus zusammen, womit auch die jeweiligen Rollen der Partner beschrieben sind: Der eine Part empfindet als Sadist Lust und Befriedigung dabei, andere Menschen zu unterdrücken oder ihnen Schmerzen zuzufügen und nimmt damit die dominante Rolle ein. Der Masochist wiederum zieht seine sexuelle Befriedigung daraus, dass ihm eben diese Schmerzen beigebracht werden und nimmt die devote Rolle ein.

Nice to know

War früher alles SM oder Fetisch, so legten die Leute mehr und mehr Wert darauf, dass ihre ganz spezielle Vorliebe auch extra gewürdigt wurde. In diesem Zuge setzte sich mehr und mehr der Begriff "BDSM" gegen das kürzere "SM" durch, denn manch einer hielt diese aus den USA übernommene Abkürzung für aussagekräftiger: BD für Bondage and Disciplin, DS für Dominance and Submission, SM für Sadomasochism.

Sadomaso: Dominanz und Unterwürfigkeit

Beim Sadomaso existiert die psychische und physische Seite. D&S – "Dominance and Submission", sprich Dominanz und Unterwerfung meinen eher den psychischen Aspekt. Der Reiz liegt dabei im Gefühl zu gehorchen, sich der Verantwortung des Anderen hinzugeben bzw. auf der anderen Seite gehorchen zu lassen und über seinen Gefährten 100-prozentig verfügen zu können.

Das klischeehafteste Verhältnis ist Sklave versus Herr. Aber auch andere erotische Rollenspiele funktionieren meist nach dem Prinzip der Dominierung und Unterwerfung. Teilweise wird das gelebte Verhältnis des erotischen Spiels durch besitzanzeigende Kennzeichen nach außen getragen. Halsbänder, Tätowierungen oder auch sehr kurz getragene Haare sind hier einige Möglichkeiten.

In der Regel beschränken sich die gelebten Beziehungen auf die "Sessions", während im Alltag ein gleichberechtigtes Verhältnis gepflegt wird. Die Ausnahme bilden sogenannte 24/7-Beziehungsformen, die das selbst gewählte Macht-Missverhältnis bewusst auch in den nicht sexuellen Alltag hinein tragen.

Sadomaso: Schmerzen empfinden und zufügen

Die eher physische Seite wird mit dem Begriff Sadomaso selbst betont. Hier geht es ganz konkret darum, Schmerzen zu empfinden oder zuzufügen. Durch den intensiven Sinneseindruck, der erzeugt wird, schüttet der Körper Endorphine aus, die in einen trance-ähnlichen Zustand versetzen ("Subspace").

Instrumente und Hilfsmittel, wie beispielsweise Fesseln oder Rohrstock, unterstützen dabei die Kreativität der Spielenden. Zudem lassen sich für SM-Spiele zahlreiche banale Alltagsgegenstände zweckentfremden: Wachs, Eiswürfel und vieles mehr – der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.